Rezept gegen Winterblues: Lemonbars

Wolkenverhangener Himmel und Schneematsch wohin das Auge blickt.

Ich glaube, heute können wir alle eine extra-Portion Sonne gebrauchen.

Vielleicht in Form goldgelber Zitronen?

Wenn Dir das Leben Zitronen gibt, mach Lemon Bars draus.

Wie, Ihr  habt noch nie Lemon Bars gegessen?

Dann wird es höchste Zeit!!

Ok, ich gebe zu, das war auch erst das zweite Mal, dass ich welche gegessen habe und das erste Mal, dass ich sie selbst gebacken habe. Aber – ich möchte sie nie mehr missen!! Sie sind unglaublich lecker und ganz anders, als alles, was wir aus der traditionellen deutschen Backstube kennen. Außerdem muss ich mehr auf eine ausgewogene Ernährung achten; die vielen Brownies und Käsekuchen müssen ja ab und an mit ein paar Vitaminen ergänzt werden.

Bei den Lemon Bars trifft eine wunderbar buttrig-knusprige-aber-doch-saftige, leicht salzige Mürbeteigkruste auf eine Creme, die auf der Zunge zergeht, und durch ihren intensiven Zitronengeschmack selbst an Tagen wie diesen die Sonne aufgehen lässt. California, here I come! Die perfekte Kombination von süß und säuerlich, knusprig und cremig.

Das Rezept habe ich von Jenna aus dem sonnigen Kalifornien, die es aus dem Kochbuch des Nepenthe Cafés hat. Zorra hatte vor einiger Zeit ein ganz ähnliches Rezept ausprobiert. Meine Recherchen haben ergeben, dass man wohl vor allem darauf achten sollte, nicht zuviel Mehl in die Zitronencreme zu geben, da diese sonst zu fest wird (wie bei dem Rezept von Smitten Kitchen). Außerdem gibt es unterschiedliche Präferenzen unter den Lemon Bar-Liebhaberinnen, wie denn nun das Verhältnis von Kruste zu Zitronencreme sein sollte – wer gern viel Zitronencreme mag, so wie ich, sollte überlegen, evt. die 1 1/2 fache Menge der Füllung der Standardrezepte zu machen.

Hier also nun Jennas Rezept – an dem ich nichts ändern würde! – mit deutschen Maßeinheiten:

Lemon Bars

Mürbeteig:

150g Mehl
55g Puderzucker
1/4 TL Salz
113 g kalte Butter

Zitronenfüllung:

220g Zucker
40g Mehl
4 Eier
2 TL frisch geriebene Zitronenschale
160ml frisch gepresster Zitronensaft

1. Ofen auf 180 Grad vorheizen.

2. Für den Mürbeteigboden Mehl, Zucker und Salz vermischen. Die Butter in kleine Stücke schneiden, dazu geben und mit den Fingern in das Mehl einarbeiten, bis der ‘Teig’ aus kleinen Bröseln besteht.

3. Eine ca. 20×20 cm Form (oder 26-28 großen Springform) mit Backpapier auslegen, Seiten einfetten und die Mürbeteigbrösel fest auf den Boden drücken. Mit einer Gabel ein paar Mal einstechen, damit sich keine Blasen bilden; 20 Minuten backen.

4. In der Zwischenzeit für die Füllung Mehl und Zucker mischen. Eier hinzugeben, nach jedem Ei gut rühren. Zitronenschale und -saft dazugeben und gut rühren.

5. Wenn der Mürbeteigboden gut ist, die Zitronenfüllung über den heißen Boden gießen und für weitere 20 Minuten backen (evt. Hitze etwas reduzieren). Der Kuchen ist gut, wenn die Zitronenmasse nicht mehr schwabbelt. Komplett auskühlen lassen in der Form, dann in Stücke schneiden und mit Puderzucker bestäuben.

Tipps

Bei diesem Rezept kann man nicht viel falsch machen, daher nur ein paar kleine Tipps:

  • Form gut einfetten und auslegen, sonst bekommt man die Bars schlecht heraus.
  • Füllung am besten in die noch im Backofen stehende Form mit dem vorgebackenen Teig geben, damit man sie mit der sehr flüssigen Füllung nicht in den Backofen bugsieren muss.
  • Auf jeden Fall frische Zitronenschale (Bio-Zitronen) und -saft verwenden.
  • Am nächsten Tag schmecken die Lemon Bars besser! Sie halten sich ein paar Tage im Kühlschrank und können auch eingefroren werden.

Beim Backen separiert sich die Füllung in reine Zitronencreme unten und eine dünne Schicht rührteigartigen ‘Schaum’ an der Oberfläche, das ist normal – mit ein wenig Puderzucker werden kleine Schönheiten draus.

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15 Antworten zu Rezept gegen Winterblues: Lemonbars

  1. Mareike schreibt:

    Die sehen ja wirklich sehr sehr lecker aus! Und machen schon Lust auf den hoffentlich bald kommenden Frühling. Das werd ich wohl auch bald mal ausprobieren.

    Viele Grüße
    Mareike

  2. Anna schreibt:

    Danke, Mareike! Die sind wirklich so lecker, wie sie aussehen :-) – ich hab sie seitdem auch nochmal gebacken (es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich nicht sehnsüchtig von ihnen und dem Frühling träume…), das Rezept ist also doppelt geprüft und für gut befunden. Nur aufpassen, den Mürbeteig beim Vorbacken nicht zu lang im Backofen lassen, sonst wird er zu fest. Gutes Gelingen!

    • kati schreibt:

      Hallo Anna,
      ich hab noch eine Frage zu diesem Rezept.
      Ich hab es gerade nach gebacken aber die Füllung ist viel flacher als bei dir auf dem Foto.
      Wenn du die Eier dazu gibst rührst du das ganz dann mit dem Rührgerät oder nur mit einem Löffel?
      Schmecken tun sie auf jeden Fall :-)

      • Anna schreibt:

        Hi Kati, ich habe das Rührgerät genommen. Es kann sein, dass Du einfach eine größere Form hattest als ich (ich habe eine Standard-Brownieform benutzt), oder dass die Höhe der Füllung auf den Fotos optisch täuscht (mein Mürbeteigboden war sehr dünn). Schön, dass es trotzdem geschmeckt hat!

  3. Kate schreibt:

    Boah, die sehen toll aus, die probier ich mal aus, das ist ws für uns! ;)

  4. Anna (2) schreibt:

    Liebe Anna,

    nun habe ich mich mal wieder an den Herd zum Backen gewagt und, wie bereits angekündigt, dieses Rezept ausprobiert. Kam als Einweihung der neuen Wohnung und Küche sehr gut an! Wirklich lecker!

    Allerdings habe ich noch eine kleine Anmerkung, da ich ja nicht der größte Backmeister bin, sondern viel lieber koche. Daher kam es leider zu ein paar kleinen Komplikationen…. Und zwar schriebst du, dass eine 13×13 cm-Form für die Menge reicht. Nachdem ich ausgerechnet hatte, dass meine runde Form fast die doppelte Fläche hatte (ich war schon äußerst stolz, dass ich die Formeln noch kannte!), habe ich die doppelte Menge gemacht. Eigentlich hätten bei der Menge von acht Eiern allein für die Füllung schon alle Alarmglocken läuten sollen, aber als Backlegastheniker habe ich erstmal fleißig mit dem Mürbeteiggeknete begonnen und dann leider schnell gemerkt, dass das alles viel zu viel wird. Eine zweite Form (Kastenform) musste her, und die war am Ende auch noch mehr als gut gefüllt…

    Der positive Nebeneffekt war immerhin, dass ich daher so viele Lemonbars produziert habe, dass sie gleich für mehrere spontane Besuche am Wochenende reichten. Und da sie so lecker sind, fand ich es auch gar nicht schlimm, dass wir noch mehrere Tage daran gegessen haben. :) Also danke nochmal für das leckere Rezept!

  5. Anna schreibt:

    Anna, ohweh – da ist mir ein Fehler beim Umrechnen meiner -inch Form in cm passiert – danke für den Hinweis und ein dickes Sorry für deine Probleme mit den riesigen Teig- bzw. Füllungsmengen! Ich werde die Angaben im Rezept gleich ändern.

    Aber es freut mich, dass das Rezept ansonsten gelungen ist und doch noch glückliche Abnehmer gefunden hat :-)

  6. germanabendbrot schreibt:

    Du kennst mein Verhältnis zum Backen… Aber diese Dinger MUSS ich einfach ausprobieren. Hoffe, das klappt. Nachdem meine Torta di Limone so sch***e aussah, muss ich jetzt mal die Variante probieren :) Tolles Rezept u. appetitliche Fotos!

  7. germanabendbrot schreibt:

    Anna, der Kuchen ist gigantisch! Sogar der bEdW, eigentlich kein Kuchenfan, ist total süchtig nach dem Zeug. Ich blogge demnächst ein paar Fotos als Beweis, dass ich tatsächlich einen so feinen Kuchen hinbekommen habe :) Danke noch mal für die tolle Anleitung!

  8. Pingback: Glückspaket zum Wochenende: Kaiserwetter, Anarchie, Art Deco, Virginia Woolf, Lemonbars a la Anna, Marilyn uvm « German Abendbrot

  9. Kochmädchen schreibt:

    Die sehen unglaublich aus! Wird sofort gespeichert und unbedingt nachgebacken. Lieben Dank für das tolle Rezept!

    Liebe Grüße
    Kochmädchen

  10. Pingback: Zeitschriftentipps! - Seite 12 - Hausgemacht Forum der Huettenhilfe

  11. Pingback: Lunch For One | Lemon bars – zitroniger Blechkuchen

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