Happy Birthday: Himbeer-Käsesahne-Torte

 

Ich war etwas leichtsinnig. „Was für einen Kuchen wünschst du dir denn für Samstag?“ schrieb ich meiner Freundin vergangene Woche per SMS. „Überleg doch mal und geb mir bis Donnerstag Bescheid“. Ich rechnete mit Käsekuchen, Brownies, vielleicht, wenns hoch kommen sollte, einem Apfelkuchen und fühlte mich gut gewappnet. Nichts hätte mich auf ihre Antwort vorbereiten können. Ich zitiere das Original: „Mein Kuchentraum ist ein Mix aus Käsesahne, Joghurt, Beeren, Zwetschge, Kirsche, ein Hauch Zitrone, läßt sich daraus was zaubern?“.

Leichte Panik stieg in mir auf.

„Kein Problem, meine Liebe, kennst mich doch…bis Samstag!“ schrieb ich zurück.

Als Freundin mit Foodblog steht nicht nur die Freundschaft, sondern auch die Bäckerinnenehre auf dem Spiel, wenn es um den Geburtstagskuchen geht. Ich hatte noch nie irgendwas mit Beeren, Käsesahne und Joghurt gemacht. Aber wo ein Wille…und nach ein paar Stunden googeln und chefkoch.de konsultieren (rümpft ruhig die Nase – ich finde die Seite großartig, da findet sich geballte Kuchenbackkompetenz) entschied ich: es wird eine Käsesahnetorte mit Himbeeren. Das ganze restliche Obst ließ ich mal eben unter den Tisch fallen in der Hoffnung, dass meine Freundin beim Anblick meines Meisterwerks nicht mehr so genau wissen würde, dass sie sich nicht genau diese Torte auch gewünscht hatte.

Wie ihr seht, ist die Torte ganz wunderhübsch geworden und hat auch sehr lecker geschmeckt. Im Nachhinein bin ich dankbar für diesen kleinen Schubser weg von meinen Backgewohnheiten, denn gerade in letzter Zeit waren die Gelegenheiten dafür so dünn gesäht, dass ich aufgrund mangelnder Zeit zum Ausprobieren lieber auf Altbewährtes zurückgegriffen habe.

Mit ein wenig Planung für die Kühlzeiten ist so eine Torte auch gar nicht so viel Arbeit. Der Biskuitteig ist schnell gerührt, ebenso wie die Käsesahnecreme, und die Himbeeren werden schnell mit Himbeer-Wackelpudding auf dem Quark befestigt.

So hab ichs gemacht:

  • Ein kleines Biskuitrezept (2 Eier) nachgebacken und einen halben Tag stehen lassen.
  • Abends dann die Quarkcreme (500g Quark, 300ml aufgeschlagene Sahne, 200g Joghurt) mit Dr. Oetker Käsesahnefix und etwas Vanille sowie abgeriebener Zitronenschale verrühren. Den Biskuit erst mit Butter (ich weiß nicht, ob das wirklich notwendig ist – ich hatte Angst, dass der Boden durchweicht) und Kirschmarmelade bestreichen und dann die Quarkcreme darauf geben. Über Nacht in den Kühlschrank.
  • Am nächsten Morgen tiefgefrorene Himbeeren auf dem Quark verteilen. Ein Päckchen Himbeergötterspeise nach Anleitung, aber in weniger Wasser auflösen und über die Himbeeren geben. 6 Stunden kalt stellen.

Ich konnte übrigens auch deshalb froh über diesen Auftrag meiner Freundin sein, weil sie sich damit keine Muffins von mir gewünscht hatte. Denn ihre sind so toll, dass ich da sowieso nie ran gekommen wäre. Das war ihr wohl auch klar, deshalb hatte sie die lieber selbst gebacken ;-). Mal sehen, ob ich sie mal zu einem Gastbeitrag überreden kann und sie das Geheimnis ihrer Muffins mit euch teilt.

Habt ihr ein Lieblings-Tortenrezept? Und was macht ihr, damit der Biskuitboden nicht durchweicht?

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Biskuit, Essen für Freunde, Torten abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s