Küchenzeilen unterwegs: Vive le hypermarché!

Französische Wochen bei Küchenzeilen, Teil 2

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber das Bummeln durch ausländische Supermärkte ist für mich jedesmal ein kleines Abenteuer. So viele unbekannte Produkte, so viele neue Geschmacksrichtungen zu entdecken! Der Einkauf im Hypermarché gehörte bei uns sicher auch wegen dieser Neugierde immer zum festen Programm jedes Frankreichurlaubs. Vor allem der letzte vor der Fahrt nachhause wurde nach und nach zu einem Ritual, das nicht nur der krönende Abschluss des Urlaub darstellte, sondern mit dem meine Eltern es sogar schafften, ihn mithilfe des Inhalts der Kühlbox und diverser kleiner Plastiktüten noch ein paar Tage über die Heimkehr hinaus zu verlängern.

Diese Hypermarchés sind so riesig, dass man ohne Probleme Stunden darin verbringen kann – und das haben wir durchaus schon getan. Neben Lebensmittel gibt es dort auch alles andere fürs tägliche Leben. Man kann z.B. gleich den passenden Le Creuset zu den Boeuf Bourgignon-Zutaten kaufen, oder sich auch – wenn die Hose ein wenig kneifen sollte nach ein paar Croissants zuviel – komplett neu einkleiden. Bei uns gibt es zwar mittlerweile auch die großen Supermärkte an der Peripherie, wie Kaufland oder Globus, aber sie werden für mich nie an die Klasse ran kommen, die ein französischer Hypermarché hat. Da geht es nämlich nie nur um Größe, sondern immer auch um Qualität.

Auch am Ende unseres Ausflugs ins Elsaß haben wir natürlich Halt gemacht um essbare Souvenirs zu kaufen. Ich habe die Gelegenheit genutzt, meine alten und neue Favoriten zu fotografieren und bin gespannt, ob die ein oder andere unter euch ähnliche Erinnerungen hat!

***

Kein Frankreichurlaub ohne Orangina…noch heute erinnert mich der Geschmack an heiße Sommertage am Meer…und auch wenn man die heute auch in Deutschland bekommt, es ist irgendwie nicht das gleiche.

Nachdem mir einmal eine Französin beigebracht hatte, wie lecker Grenadinesirup in Milch schmeckt, wurde nach jedem Frankreichurlaub eine Dose mit nachhause genommen. Um dann jedesmal, noch fast voll, vor dem nächsten weggeschmissen zu werden. Wie bei Orangina: einfach nicht dasselbe zuhause!

Ah, das Knabberzeug! In Frankreich gehört das zum Einläuten des Feierabends einfach dazu, genauso wie…

…Pastis! Mein Freund meint zwar, der würde wie Hustensaft schmecken, aber seit mein Vater mich mal im Urlaub hat nippen lassen, ist es mein absoluter Lieblingsaperitif.

Welcher am besten ist, ist wohl mehr Glaubens- als Geschmacksfrage.

Auch diese gehören zu jeden Einkauf dazu, vor allem, um sie später mit der fetten Pastete (Pate de Campagne, auch so ein Pflichtkauf) essen zu können.

..Und ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch im Supermarkt die Patisserie auschecken würde – das Plastik wirkt zwar ziemlich abschreckend, aber die Sachen schmecken trotzdem göttlich.

Hier eines meiner absoluten Lieblingsstücke. Flan – definitiv eine französische Besonderheit, wie besonders leckerer Vanillepudding…

Legendär ist die Keksabteilung. Auch hier kommt die Lust der Franzosen am grignoter, am Knabbern, bzw. am goûter, dem kleinen süßen Snack am (Nach-)Mittag, hervor. Nach jedem Urlaub durfte ich mir aussuchen, welche ich mit nachhause nehmen wollte.

…meistens habe ich mich für die hier entschieden. Viiiiel besser als jede langweilige deutsche Prinzenrolle.

Bon Maman. Wer den Namen erfunden hat, war ein schlaues Kerlchen. Auch ich bin sehr empfänglich für die ‚Persönlichkeit‘ dieser Marke…aber selbst gemachte Marmelade schmeckt natürlich besser🙂

..Nicht französisch, aber trotzdem essentiell in jedem Urlaub: Nesquick zum Frühstück. Schmeckte aus dieser coolen gelben Box doppelt so gut.

Und das hier ist eine neue Obsession: Speculoos-Creme. Genau. Wie die Kekse. Und wer die kennt, weiß, wie hoch das Suchtpotenzial ist.

Nach 1 1/2 Stunden Regale voller Delikatessen war mir dann auf der Rückfahrt allerdings eher nach was Einfachem zumute,

Und? Teilt jemand zufällig die ein oder andere Kindheitserinnerung – oder meine Liebe zu Pastis?

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5 Antworten zu Küchenzeilen unterwegs: Vive le hypermarché!

  1. Anne schreibt:

    Haha, wir haben auch immer Flaschenweise Sirup de menthe aus dem Sommerurlaub in Frankreich importiert, dass dann keiner mehr trinken wollte🙂
    Ich LIEBE französische Supermärkte! Die Käsetheke, die tollen Pasteten, die große Auswahl an Fisch….Ich finde man merkt schon in den Supermärkten, dass Essen in Frankreich einen ganz anderen Stellenwert hat als bei uns.

  2. Ann schreibt:

    Anna, ich beneide dich. Ich will ja auch unbedingt ins Elsaß, aber alleine Fahren ist doof – und an geeigneter Begleitung fehlt es auch. Vielleicht klappt es dieses Jahr noch🙂

  3. germanabendbrot schreibt:

    Fremdländische Supermärkte werden doch nur noch übertroffen von fremdländischen Märkten, oder? Ich gehe sogar häufig hier in München rund um den Bahnhof in türkische Supermärkte, nur um ein bisserl Urlaubsfeeling zu schnuppern😉

  4. Kristin schreibt:

    Unsere Kinder lieben diese „Gesichter“ Kekse ebenfalls – gleicher Grund: Prinzenrolle ist langweilig! Wir fahren mind. 1x im Jahr nach Frankreich nur zum Einkaufen und ich gerate in den Hypermarchés in einen regelrechten Kaufrausch. Warum schaffen die das bei uns hier nicht????

    Mein Favorit: Maronencreme, aromatisiertes Volvic-Wasser (Cassis und Pfefferminz), Gewürze, Wein, Kekse, … die Liste könnte ich endlos vervollständigen. Und meinen Mann nehme ich gerne mit: er darf dann tragen!

    • Anna schreibt:

      Sehr sympathisch, eure Einkaufstouren🙂 Maronencreme mag ich gar nicht – leider, denn mit meiner Abneigung gegen diese Spezialität fühle ich mich noch unfranzösischer als ohnehin schon. Ich versuche das mit meinem Pastiskonsum zu kompensieren!

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