Brokkolisuppe mit Kichererbsen


Ich traue mich ja kaum, an so einem wunderbaren Frühlingstag – die Sonne scheint, die Vögel singen, und ich kann den Kastanienknospen vor meinem Fenster beim Wachsen zusehen (wer wie ich Heuschnupfen hat, weiß, dass dies ein zweischneidiges Vergnügen ist) – ein Suppenrezept zu posten.

Andererseits: Trotz allen Zeichen des Frühlings ist es zumindest bei uns noch ganz schön kalt. Das musste ich gestern schmerzhaft erfahren, als ich mich von der Sonne habe blenden lassen und in Blazer und Ballerinas in die Stadt aufgebrochen bin. Nach meiner Rückkehr – schwer bepackt mit sommerlichen Ringeltops; zur Anprobe war mein Outfit immerhin bestens geeignet – brauchte ich erstmal eine heiße Schokolade zum Auftauen. Das hat ein wenig gedauert. Eine gute Ausrede, um den Abend mit Wolldecke und der ersten Mad Men-Staffel auf dem Sofa zu verbringen.

Die Herausforderung momentan ist also, die richtige Balance zwischen Frühlingsgefühlen und Vernunft angesichts der winterlichen Temperaturen zu finden. Und genau das habe ich auch bei dieser Suppe versucht: Eine ganz traditionelle Brokkolisuppe wie hier oder hier bekommt einen sommerlichen Einschlag durch die kurz vorm Servieren hinzugegebenen Kichererbsen, die Erinnerungen an mein erstes Couscous im hochsommerlichen Südfrankreich wecken. Passend dazu habe ich meine provencalischen Serviettenringe herausgeholt, die mir beim Geschirreinräumen letzte Woche mal wieder in die Hände gefallen sind.

Das hört sich etwas weit hergeholt an, meint ihr? Ertappt…aber mir ist jedes Mittel recht, euch meine geliebte Brokkolisuppe schmackhaft zu machen, trotz Sommerzeit. Denn ob mit oder ohne Kichererbsen: Das Leben ist schöner, wärmer, cremiger mit Brokkolisuppe! Und wenn die Tage doch noch wärmer werden, kann man sie auch kalt essen. Mmmhhh, geeiste Brokkolisuppe…aber bis es soweit ist, wärme ich mich bestimmt noch ein paar Mal mit dieser hier auf.

Brokkolisuppe mit Kichererbsen

1 Kopf Brokkoli
2 Karotten
1 Kartoffel
1 Zwiebel
Knoblauch
Olivenöl & Butter
ca. 750 ml heiße Gemüsebrühe
ca. 1/2 Dose Kichererbsen
Pfeffer, Curry, Muskatnuss…

1. Gemüse ggfalls waschen, putzen und/oder schälen und in kleine Würfel schneiden; Brokkoli in kleine Röschen teilen.

2. Zwiebeln einige Minuten in einem großen Topf in Olivenöl und Butter anbraten, dann kurz Knoblauch dazu (aufpassen, dass der nicht schwarz wird). Zwiebeln und Knoblauch aus dem Topf herausnehmen, Karotten- und Kartoffelstücke in Olivenöl einige Minuten anbraten. Zwiebelmischung wieder dazu, mit der heißen Gemüsebrühe aufgießen und den Brokkoli dazu geben. Mit Pfeffer würzen, Deckel drauf und kochen, bis das Gemüse weich ist (ca. 20 Minuten).

3. Wenn das Gemüse gar ist, die Kichererbsen dazu geben und warm werden lassen. Abschmecken, evt. noch etwas frischen Knoblauch dazu pressen.

4. Die Suppe ganz oder teilweise pürieren. Achtung: evt. nicht die gesamte Flüssigkeit verwenden, lieber vorm Pürieren erstmal etwas Brühe abschöpfen und zur Seite stellen. Nach dem Pürieren dann die gewünschte Menge Sahne/Milch dazu geben und wieder heiß werden lassen. Dann die Suppe bis zum gewünschten Flüssigkeitsgrad (ich mag sie lieber dick) mit der vorher abgeschöpften Brühe verdünnen. Mit Salz, Pfeffer, Curry und Muskatnuss abschmecken.

Diese Suppe ist wie vieles aus meinen Töpfen ein Zufallsprodukt und kann wunderbar variiert werden. Wenn ihr mögt, lasst die Karotten weg, tut ein wenig Sellerie dazu, nehmt 2 statt 1 Kartoffel – meine Rezepte entstehen meist auf der Basis dessen, was gerade in Schrank und Kühlschrank ist. Ich kann mir zu den Kichererbsen statt Brokkoli auch sehr gut Zucchini vorstellen; dazu würde ich statt Frischkäse Feta oder Schafskäse unterrühren.

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