Die Herausforderer: Kürbis-Käse-Muffins

Ich wünsche Euch allen ein frohes neues Jahr!

Nachdem die Weihnachtstage (wie auch die Tage davor…ok, und auch die Tage danach…) bei mir geprägt waren von Leckereien wie gebrannten Mandeln und unwiderstechlich gedeckten Tischen wie diesem hier…

…ist es nun an der Zeit, Vitaminen wieder eine Chance zu geben. Da kommt es mir ganz gelegen, dass ich nach dem ausgiebigen Griff in die Keksdose in den vergangenen Tagen ohnehin wenig Lust auf Süßes verspüre – kein Grund, alarmiert zu sein, allerdings werde ich den Zustand ausnutzen, so lange er währt. Erfahrungsgemäß nämlich nicht lange.

Um den Jahreswechsel bewusst zu gestalten und meinem Körper Gelegenheit zu geben, sich etwas zu erholen, habe ich mir eine fünftägige Fastenzeit verordnet. Denn so gerne ich esse, so wichtig finde ich es, darüber die Balance für Körper und Seele nicht zu vergessen. Und außerdem…man riecht und schmeckt nach dem Fasten intensiver als vorher. Ich freue mich also jetzt schon auf mein erstes Stück Kuchen meinen ersten Apfel im neuen Jahr zum Fastenbrechen übermorgen.

Falls ihr dachtet, das Fasten hielte mich vom Backen ab, habt ihr euch jedoch getäuscht.

Gut, mein Gang in die Küche vor 2 Tagen war nicht ganz freiwillig. Grund war die Einladung zu einer Silvesterfeier mit Buffet, zu der wir natürlich etwas mitbringen wollten. Aber ich war nicht böse drum, sondern habe die Gelegenheit genutzt, ein Rezept aus einem Backbuch auszuprobieren, das ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe. „Lieblingsmuffins“ (von Christiane Kempe bei GU) heißt es, und ja, es sind (zum Glück) nicht nur süße Muffins drin. Die Wahl fiel auf die Parmesan-Kürbismuffins, die angeblich „leicht gelingen“, sich jedoch als größere Herausforderung entpuppten.

Aber zunächst die Zutaten.

Mädels, lasst euch den Kürbis am besten von jemand mit starken Armen (wenn ihr die nicht selbst habt) schälen und in Stücke schneiden, das ist eine ganz schöne Arbeit! Mein Kürbisschneider hatte am Ende Blasen an der Hand…

Hier das Rezept auf einen Blick.

Kürbis-Parmesan-Muffins (nach „Lieblingsmuffins“ von Christina Kempe, GU)
ca. 12 Muffins

400g Kürbis, geraspelt
1 Zwiebel, gehackt
100g geriebener Parmesan (frisch)
200 gr Mehl (1/3 Vollkornmehl)
2 TL Backpulver
200g Joghurt
80ml Olivenöl
1TL Salz
Curry, Cumin, Koriander, Prise brauner Zucker, Knoblauchpulver nach Geschmack
2 Eier
2 EL Sonnenblumenkerne

*Achtung: folgende Anweisungen orientieren sich am Originalrezept, haben aber nicht zum gewünschten Ergebnis geführt – mehr dazu unten!*

1. Zwiebeln, Kürbis und Parmesan vermischen

2. Mehl, Backpulver und Gewürze mischen. Joghurt, Öl und Eier verquirlen.

3. Joghurtmasse mit Kürbismasse vermischen und schnell unter das Mehl ziehen. Nicht zuviel rühren.

4. Teig in die gefettete oder mit Papierförmchen ausgelegte Muffinform füllen, Sonnenblumenkerne drüber streuen und bei 180 Grad (160 Umluft) ca. 30 Minuten backen.

5. Die Backzeit für einen kurzen Schneespaziergang nutzen:

6. Sich beim Nachhausekommen am leckeren Duft der Muffins erfreuen. Stäbchenprobe machen. Rausnehmen und noch warm oder später kalt essen.

Soweit die Theorie.

Die Praxis sah ein wenig anders aus. Die Muffins wollten und wollten nicht gar werden. Als ich den ersten Probemuffin nach 30 Minuten rausnahm, anschnitt und meinem Freund zum Probieren gab, war der Kürbis noch so gut wie roh und der Teig flüssig. Erst nach weiteren 20 Minuten erschienen mir die Dinger halbwegs fertig.

In die 2. Charge (ich hatte das doppelte Rezept gemacht) habe ich dann nochmal 80g Mehl gerührt. Diese hat dann nicht ganz so lange gebraucht, aber bei den fertigen Muffins hat die Konsistenz nicht mehr gestimmt, das Papier ließ sich nicht gut ablösen von den Muffins.

Insgesamt war das ein ziemlicher Horror-Backmittag: Fast alles dreckig gemacht, was die Schränke an Backutensilien hergaben und fast 3 Stunden mit Vorbereiten, Backen, nachgucken, nachadjustieren und aufräumen beschäftigt – ohne dass das Ergebnis dafür auf den ersten Blick entschädigt hat. Gerochen hat es allerdings so gut, dass ich mir geschworen habe, nie mehr zu Backen während ich faste. Man muss es ja nicht übertreiben mit der Selbstdisziplin.

Mein Freund und die Partygäste waren allerdings so begeistert vom Geschmack der Muffins, dass ich ihnen noch eine zweite Chance geben würde. Beim nächsten Mal würde ich den geraspelten Kürbis zusammen mit der Zwiebel zunächst ca. 10 Minuten in der Pfanne andünsten, und die Muffins dann bei etwas niedrigerer Temperatur 40 Minuten backen.  Es könnte auch einen Unterschied machen, welchen Kürbis man nimmt. Falls jemand von Euch das Rezept ausprobiert oder abwandelt, lasst mich wissen, wie es wird!

Die Muffins waren auf jeden Fall auch nach 50 Minuten im Ofen noch extrem saftig:

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2 Antworten zu Die Herausforderer: Kürbis-Käse-Muffins

  1. Jenny schreibt:

    Zwar ist dein Backversuch schon eine Weile her, doch da ich es gerade genutzt und abgeändert habe hier mal meine Variante:

    Ich hatte nur Hokkaido-Kürbis (300g) zu Hause, den ich zu Geburtstagsmuffins verarbeiten wollte.
    Mehlt habe ich, durch deinen Tipp nun gleich 300g, wobei 100g Vollkornmehl war, genommen. Da mir der Joghurt und das Öl so zusammen etwas viel vorkam, nahm ich 60g Öl und nur 150g Naturjpghurt, 1 Ei.
    Sicherlich war es ganz gut, weniger Flüssigmasse zu nehmen, da ich nur noch 40g Parmesan hatte und daher mit Emmentaler auf die angegebenen 100g aufgestockt habe.
    Die Zwiebeln mit dem gewürfelten Hokkaido habe ich 15 Min. in wenig Wasser gegart, anschließend püriert und zusammen mir gehackter Petersilie unter die Mehlmischung gehoben.

    Die Masse reichte für 18 Muffins (1,5 EL je Förmchen) und war nach ca. 30 Minuten gar.

    Nun muss es dem Geburstagskind nur noch schmecken 🙂

  2. Anna schreibt:

    Liebe Jenny, vielen Dank! Dein abgewandeltes Rezept kommt genau richtig zur Kürbiszeit…ich hatte diesen Muffinversuch ganz vergessen (verdrängt?! 😉 ) – aber vielleicht gebe ich ihm jetzt nochmal ne Chance mit deinen Tipps. Hokkaido kann ich mir übrigens sehr gut vorstellen; das gibt sicher mehr Geschmack als der Butternut. Hoffe, dem Geburtstagskind hat es geschmeckt!

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