Ich tue alles für…Butterplätzchenteig

Kunst oder Kitsch?

Ich gebe es zu, auch wenn es kitschig sein mag: Ich liebe die Adventsszeit. Nicht unbedingt, weil ich jetzt immer so wahnsinnig viel Muße zum Weihnachtsliedersingen habe. Ich treffe ohnehin nur jeden zweiten Ton. Oder weil ich ständig auf den Weihnachtsmarkt renne. Ich mag gar keinen Glühwein. Oder weil ich furchtbar gläubig bin. Das letzte Mal in der Kirche war ich vor 4 Jahren, als Freunde geheiratet haben. Trotzdem freue ich mich jedes Jahr auf den 1. Advent, darauf, dass in der Stadt die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt wird, auf lange Leseabende im warmen Wohnzimmer, auf meinen Adventskalender und darauf, dass ich wieder meine Schneeschuhe aus dem Keller holen kann.

Während in den Frauenzeitschriften mal wieder last-minute-Tipps gegen ‚Weihachtsstress‘ gegeben werden, besteht für mich der einzige Stress momentan darin, mich angesichts meiner unüberschaubaren Rezeptsammlung zu entscheiden, welche Kekse ich dieses Jahr noch backe.

Oder probiere ich mal, Mince Pies selbst zu machen? An Weckmännern habe ich mich ja schon versucht. Ich liebe den Geruch von Zimt, Nelken, Kardamom und Orangen. Der erinnert mich an Sonntage zuhause, an denen bei uns mit viel Geduld Lebkuchen hergestellt wurden aus einer dunklen Masse aus Mandeln, Zitronat, Zucker, Molasse, Zimt und Nelken, die überall kleben blieb, nur nicht auf den Oblaten.

Auch wenn diese Lebkuchen immer wahnsinnig lecker gerochen haben, wenn sie im Ofen waren, als Kind fand ich sie langweilig. Denn der Teig für die Lebkuchen war absolut ungenießbar. Und wie für jedes Kind war das tollste am Backen für mich immer, die Quirle abzulecken und rohen Teig zu naschen, bis mir schlecht wurde. Wenn ich ehrlich bin, hat sich daran bis heute nicht viel geändert. Als meine Mutter bei meinem letzten Wochenendbesuch von dem Geschmack ihres Butterplätzchenteigs schwärmte, gab es für mich daher kein Halten mehr: Butterplätzchen(teig) musste her.

Alles verkneten – erst mit dem Rührer, dann mit den Händen.

Den Teig zu einer dicken Scheibe formen und gut in Frischhaltefolie einschlagen

Für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit die Lieblings-Ausstechformen raussuchen.

Die Kekse bei 150 Grad Umluft für ca. 10 Minuten in den Backofen. Ich habe einen Teil der Plätzchen mit Kondensmilch (man kann auch Eigelb nehmen) eingepinselt und mit Hagelzucker bestreut. Die, die ich noch verzieren will, habe ich natur gelassen.

Schöne Adventsbegleiter!

In ein Drittel des Teiges habe ich Kakao und etwas Zimt gemischt, in das andere Drittel gehackte Schokolade.Wie man sehen kann, sind wir jetzt bis Weihnachten mit Keksen versorgt…trotzdem werden sicher noch ein paar dazu kommen. Denn auch wenn sie lecker sind, an den rohen Teig kommen die gebackenen Plätzchen einfach nicht ran…

…aber vielleicht habe ich da eine Lösung gefunden:

Dieser Beitrag wurde unter Kekse, Kindheitserinnerungen, Schokolade, Winter abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Ich tue alles für…Butterplätzchenteig

  1. Pingback: Warum ich so gerne backe | küchenzeilen

  2. Pingback: Bald nun ist Weihnachtszeit… « netzwanderer

  3. Pingback: Gruß aus der Küche | küchenzeilen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s