Sonntag: Spinatlasagne

Ganz untypisch gab es heute bei uns mal ein Sonntagmittagessen..mit dem, was in Kühlschrank, Gefriertruhe und Vorratsregal zu finden war. Es gab Spinatlasagne. Die haben wir nach Gefühl gemacht – und ganz ehrlich, mit der Kombination aus Spinat, Knoblauch und Feta kann gar nicht viel schief gehen. Nur das Rezept für die Bechamelsoße habe ich nachgeguckt, denn vor der habe ich immer noch etwas Respekt.

Das Rezept habe ich in meinem Küchennotizbuch nachgeguckt. Das habe ich, seit ich das erste Mal einen Kochlöffel in der Hand hatte (also, zum Kochen, und nicht zum um damit auf Töpfen Lärm zu machen) um Lieblingsrezepte von Familie und Freunden einzutragen.

Das Rezept für die Bechamelsoße habe ich von meinem ehemaligen Mitbewohner. Er hatte das Rezept von seiner Mutter. Und er war der erste, dem ich beim rühren(, rühren, rühren) über die Schultern guckte. Jedes Mal, wenn ich nun Bechamelsoße koche, muss ich seitdem an ihn denken. Auch daran, wie ich mich jedesmal gefreut habe, wenn ich nach einem langen Tag überraschend eine Auflaufform mit übrig gebliebener Lasagne auf dem Herd fand (oder ‚Hackbällchen Toscana‘, die waren damals sehr populär bei uns). Denn das, was auf dem Herd stehen blieb, so die WG-Vereinbarung, durften die anderen aufessen – wenn es noch essbar war, natürlich.

Hier die Grundzutaten:

Spinatlasagne geht ganz schnell und einfach.

Zwiebeln in Butter und Olivenöl anbraten, aufgetauten (oder frischen) Spinat dazu. 3 EL Wasser dazu und ca. 10 Minuten bei geschlossenem Deckel dünsten. Mit viel Salz, Pfeffer, Muskat und Knoblauch würzen.

Während der Spinat dünstet, die Bechamelsoße zubereiten. Zutaten abgewogen bereitstellen – wichtig, denn gleich muss es schnell gehen. Butter in einem großen Topf zerlassen. Schneebesen bereithalten. Wenn die Butter anfängt zu brutzeln, anfangen, mit dem Schneebesen zu rühren und (gesiebtes) Mehl langsam dazu geben.

Rühren, rühren, rühren! Ich hatte dazu netterweise männliche Unterstützung. Dem dann nach 3 Minuten das Handgelenk wehgetan hat – Bechamelsoße machen ist harte Arbeit. Es wird sich eine leicht klumpige Masse, die ‚roux‚ bilden. Unter ständigem, schnellen Rühren langsam die Milch, in etwa 3 Etappen, dazu geben. Das ist der kritische Abschnitt; bloß keine Klumpen jetzt!

Wenn die gesamte Milch untergerührt ist, aufkochen lassen und bis zur gewünschten Konsistenz eindicken lassen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Senf würzen. Wer mag, kann auch etwas geriebenen Käse oder Feta darin auflösen. Noch warm weiterverarbeiten –> in die Lasagne schichten.

Lasagne schichten: Erst etwas Bechamelsoße und Milch oder Gemüsebrühe in die Form geben. Dann die erste Schicht Lasagneplatten hinein legen. Dann eine Schicht Spinat, Fetawürfel und Bechamelsoße. Nächste Schicht Nudeln, und so weiter…ich hatte Bedenken, dass nicht genug Flüssigkeit für die Lasagnenudeln da war, weil die Bechamelsoße sehr fest war, deswegen habe ich immer wieder etwas Milch dazu gegeben; ich hätte auch Gemüsebrühe nehmen können.

Als letzte Schicht Spinat und Bechamelsoße.

Die Auflaufform mit Alufolie abdecken (oder Deckel drauf) und bei 180 Grad Umluft 20 Minuten backen. Dann Deckel/Folie runter, Käse drauf geben und nochmal 10-15 Minuten backen bis der Käse zerlaufen ist und die Nudeln gar sind (Probe mit scharfem Messer machen).

Und dann kommt so etwas wundervolles wie das hier heraus:

Zutaten Spinatlasagne (4-6 Portionen)

etwa 1 kg Tiefkühlspinat
3 mittelgroße Zwiebeln
Knoblauch nach Geschmack
Salz, Pfeffer, Muskat
ca. 10 Lasagneplatten
200gr geriebener Käse
300 gr Feta oder Schafskäse
Bechamelsoße:
3 EL Butter
3 EL Mehl
750ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, 1 TL Senf

…Nachtisch (wir sind dank eines großzügigen Geschenks in den Luxus eines Lindt-Adventskalenders gekommen):

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